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Blended Learning – Die Mischung macht’s!

Blended Learning – Die Mischung macht’s!

Was ist Blended Learning?

Blended Learning (aus dem Englischen = gemischtes Lernen)

Präsenzlehre + Onlinelehre = Blended Learning

Blended Learning beschreibt eigentlich die Kombination aus Präsenz- und Onlinelehre. Es werden sowohl LMS oder ähnliches genutzt um die Lehrinhalte zu vermitteln, als auch Präsenzunterricht.

synchrones Lernen + asynchrones Lernen = Blended Learning

Mittlerweile kann man unter Blended Learning auch “reinen Onlineunterricht” verstehen. Gerade im Moment werden auch Präsenzveranstaltungen immer öfter über Services wie BigBlueButton oder Teams abgehalten. Sie sind also nicht wirklich Präsenz sonder man bezeichnet es eher als “synchrones Lernen”. Alle Teilnehmer treffen sich – in diesem Fall egal ob in Person oder Online – und lernen gemeinsam, also synchron. Das Gegenstück hierbei ist die klassische Onlinelehre, die hier aber als “asynchrones Lernen” bezeichnet wird, da die Inhalte nicht gemeinsam erarbeitet werden, sondern jeder für sich in unterschiedlichem Tempo, also asynchron.

Bei beiden Ansätzen bleibt es dabei, dass zwei Lehrmethoden miteinander vermischt werden.

Einen Blended-Learning Kurs aufbauen

1 Bedürfnisse der Zielgruppe

Beim erstellen von Unterrichtskonzepten – egal ob Blended-Learning oder reiner Präsenzunterricht – sollte man immer von der Nutzerperspektive ausgehen, also aus der Sicht des Lernenden. Man versucht seine Zielgruppe zu identifizieren und deren Wünsche und Bedürfnisse so weit wie möglich einzugrenzen.

> Wer ist meine Zielgruppe & welche Bedürfnisse haben sie?

2 technische & organisatorische Voraussetzungen

Bevor man ein didaktisches Konzept erstellt muss man immer berücksichtigen, welche Rahmenbedingungen gegeben sind. Dazu gehört, ob bereits ein LMS zur Verfügung steht oder auch wie oft die Präsenztermine stattfinden, ob es eine Prüfung geben wird, usw. Über all diese Gegebenheiten sollte man sich zuvor einen Überblick verschaffen.

> Welche Voraussetzungen sind technisch und organisatorisch gegeben?

3 didaktische Umsetzung

Schlussendlich muss man überlegen, was alles im Kurs enthalten sein soll und welche Lernziele im Fokus stehen. Das Konzept für die Lehrveranstaltung sollte klar machen, welche Inhalte der Kurs hat und wie sie am besten ins Blended Learning eingearbeitet werden. Dabei sollte man Punkt 1 und 2 immer mit berücksichtigen. Wenn man seine Lernziele definiert hat muss man also entscheiden, wie man diese am besten umsetzt. Grob gesagt gibt es hier 3 Methoden um Präsenz- mit Onlinelehre (oder auch synchrones und asynchrones Lernen) zu verbinden.

1. Erst Online – dann Präsenz

  • Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine Weiterbildung für ihre Mitarbeiter anbieten und sicherstellen, dass jeder mit dem gleichen Wissensstand startet. Um dass zu ermöglich entwickeln sie einen Kurs, der alle wichtigen Vorkenntnisse und einen Wissenscheck enthält.
  • Durch die Online-Vorbereitung kann in der Präsenzphase direkt mit dem eigentlichen Inhalt oder auch direkt mit der praktischen Anwendung gestartet werden, ohne erst den Wissensstand prüfen zu müssen.

2. Erst Präsenz – dann Online

  • Beispiel: Eine Hochschule möchte, dass die Inhalte der früheren Semester, die im späteren Studienverlauf auch relevant sind, jederzeit wiederholt werden können. Deshalb werden E-Learning Kurse entwickelt, in denen der Stoff wiederholt werden kann.
  • Die Studierenden können die Vorlesung sozusagen online nochmal besuchen und die relevanten Inhalte wiederholen.

3. Präsenz und Online parallel

  • Beispiel: Eine Schule möchte, dass die Schüler sich auch zuhause intensiv mit dem gelernten Stoff auseinandersetzen, damit das Wissen gesichert wird.
  • Die Schüler wiederholen den Unterrichtsstoff, der in Präsenz vermittelt wurde und prägen ihn sich so schneller ein. Dadurch kann man sich z.B. auch im Präsenzunterricht auf die praktische Umsetzung und Übungen konzentrieren.

Vorteile

Durch das Arbeiten mit LMS beim Blended Learning wird das technische Verständnis gefördert. Heutzutage braucht man in fast jedem Beruf ein gewisses technisches Know-How. Durch das Einbinden von Online-Material in Kurse kann dieses gefördert werden.

Der wohl grösste Vorteil von Blended Learning ist, dass der Stoff zeit- und ortsunabhängig bearbeitet werden kann. Das bietet den Lernenden eine gewisse Freiheit in ihrem eigenen Tempo zu lernen und den Stoff so oft wie nötig zu wiederholen.

Was sowohl ein Vorteil, als auch ein Nachteil sein kann, ist die Unabhängigkeit des Lernenden. Er muss sich selbst einteilen wann er welchen Kursteil bearbeitet und wie intensiv. Dadurch können Selbstständigkeit und Zeitmanagement gefördert werden.

Nachteile

Wie oben bereits erwähnt, kann diese Unabhängigkeit bei manchen auch ein Nachteil sein. Blended Learning fordert von den Lernenden ein höheres Mass an Disziplin und Zeitmanagement. Der Lernfortschritt kann bei den meisten LMS zwar kontrolliert werden, doch ob oder wie sehr sich die einzelnen Personen tatsächlich mit dem Inhalt des Kurses beschäftigen, kann man nicht genau sagen. Durch zwischenzeitliche Kurztests oder Abgaben, kann dies jedoch begrenzt werden.

Blended Learning erfordert viel Planung. Der Aufwand lohnt sich zwar oft, doch der Aufbau eines guten Kurses braucht seine Zeit. Jedoch kann ein bestehender Kurs immer wieder verwendet und im Laufe der Zeit auch weiter ausgebaut werden. Am Anfang reicht es auch aus klein anzufangen und sich erst mal ans Blended Learning heranzutasten. Kleinere, nicht zu umfangreiche Kurse oder nur Teile von Kursen, können online zur Verfügung gestellt und nach und nach ergänzt werden. So verteilt sich die Arbeit und die Wünsche der Lernenden können aktiv eingebracht werden.

Wenn Sie Hilfe beim erstellen von Kursen benötigen, können Sie gerne mit einem unserer frentix Mitarbeiter in Kontakt treten.

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Oder sehen Sie sich als Inspiration einen unserer Demokurse an.

Demokurse

Tina Frenzel

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