Jede Prüfung hat ihr eigenes Setup – fünf Prüfungsszenarien mit OpenOlat
Eine Compliance-Prüfung im Unternehmen stellt andere Anforderungen als eine Produktprüfung für Kund:innen oder eine Semesterprüfung an der Hochschule. Das eTesting in OpenOlat lässt sich flexibel auf den jeweiligen Rahmen einstellen – von der Pflichtprüfung am Arbeitsplatz bis zur Online-Prüfung in der Prüfungshalle.
Fünf Szenarien aus der Praxis zeigen, welche Funktionen dabei zusammenspielen.
Die gemeinsame Basis: der Fragenpool
Alle Szenarien greifen auf denselben Baukasten zurück. Im zentralen Fragenpool entstehen Fragen mit 14 Fragetypen – von Single Choice über Lückentext und Drag & Drop bis Hotspot und Zeichnen. Jede Frage lässt sich mit Fachbereich, Schwierigkeit und Schlagworten anreichern und über Kurse hinweg wiederverwenden. Das Standardformat QTI 2.1 macht Fragen zwischen Kursen und Systemen austauschbar.
Je nach Szenario kommen weitere Bausteine hinzu: Prüfungsmodus, Zertifikate, Kurskatalog oder Bewertungswerkzeug.
Unternehmen: Compliance-Prüfung online
Mitarbeitende legen ihre Pflichtprüfung flexibel am Arbeitsplatz ab. Nach dem Bestehen stellt OpenOlat automatisch ein Zertifikat aus und erinnert rechtzeitig vor Ablauf an die Rezertifizierung.
Mit dem Zertifikatsprogramm lassen sich mehrere Kurse zu einem verbindlichen Programm bündeln – mit festgelegter Gültigkeitsdauer und Kreditpunkten. Ein Dashboard zeigt, wer zertifiziert ist, wessen Zertifizierung demnächst ausläuft und wer sich bereits in der Rezertifizierung befindet.
- Pflichtprüfung zeit- und ortsunabhängig
- Zertifikat automatisch nach dem Bestehen
- Erinnerung vor Ablauf der Gültigkeit
- Überblick über alle Zertifizierungen im Dashboard
Hersteller: Kundenschulung mit Produktprüfung
Kund:innen und Partner:innen buchen eine Produktschulung direkt über den Kurskatalog. Im Anschluss prüft ein kurzer Test, ob das Produktwissen sitzt. Wer besteht, erhält automatisch ein Zertifikat oder einen Badge als sichtbaren Nachweis.
So ist klar, wer ein Produkt fachgerecht einsetzt, berät oder wartet. Mit dem Course Planner lassen sich Schulungstermine, Formate und Platzkontingente zentral planen – der Kurskatalog bleibt dabei automatisch aktuell.
Weiterbildung: Lernen und Prüfen getrennt
Eine Bildungsorganisation führt berufstätige Teilnehmer:innen bis zum Diplom. Sie setzt dafür auf zwei getrennte OpenOlat-Instanzen: eine für das Studium, eine ausschliesslich für die Prüfungen vor Ort.
Auf der Lernplattform finden die Teilnehmer:innen Unterlagen, Videos und Lerneinheiten – zeit- und ortsunabhängig und passend zum Berufsalltag. Die Prüfungsplattform ist für die Abschlussprüfungen reserviert. Zwei Umgebungen mit klaren Rollen – das erhöht die Sicherheit zusätzlich.
Behörden: Prüfung mit externer Korrektur
Externe Fachpersonen bewerten offene Antworten direkt im Bewertungswerkzeug. Dort sehen sie die Ergebnisse aller Teilnehmenden und geben individuelles Feedback.
Test-Statistiken und Export-Möglichkeiten zeigen anschliessend, welche Fragen gut funktioniert haben und wo Anpassungen sinnvoll sind. So wächst die Qualität des Fragenpools mit jeder Prüfung.
Hochschulen: Online-Prüfung in der Prüfungshalle
Viele Studierende starten gleichzeitig. Der Prüfungsmodus steuert die Durchführung zentral und startet pünktlich:
- Safe Exam Browser für eine kontrollierte Prüfungsumgebung
- IP-Kontrolle für die Durchführung an bestimmten Orten
- Prüfungschat und Bildschirmfreigabe für Rückfragen
- Überblick über den Bearbeitungsstand aller Teilnehmenden
Die Aufsicht behält so jederzeit den Überblick und klärt Rückfragen direkt im Prüfungschat.
💡 Fazit:
Ob Pflichtprüfung, Produktprüfung oder Semesterprüfung – OpenOlat passt das Prüfungs-Setup an den jeweiligen Rahmen an. Der zentrale Fragenpool bildet dabei die gemeinsame Basis. Wie sich ein Setup konkret aufsetzen lässt, zeigen regelmässig die kostenlosen OOteach-Sessions.
Ein System. Viele Setups. Passend zum Bedarf.
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